DO’S & DON’TS IN BANGKOK

Meine erste große Reise. Ganz alleine durch Thailand. Irgendwie war ich der Meinung, so was muss jeder mal mitgemacht haben und Thailand scheint mir für Reiseanfänger am besten geeignet. Man lernt sich auf Reisen selbst ganz neu kennen und weiß, was man will und was nicht. Nach unzähligen Stunden bin ich irgendwann in Bangkok angekommen und hab mich in ein neues Abendteuer gestürzt. Meine Do’s und Don’ts für die Hauptstadt Thailands wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

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DO

Rennen

Wer nicht rennt, der stirbt. Ohne Witz Leute, wenn ihr eine Straße überqueren müsst, rennt um euer Leben. Lasst euch nicht von Zebrastreifen oder grünen Ampeln in die Irre führen. Der Verkehr ist wirklich schrecklich und alle versuchen sich mit ihren Fahrzeugen noch irgendwo durchzuquetschen. Wer wie ich ein Schisser ist, wird ewig brauchen über die Straße zu kommen. Deswegen immer mitlaufen, wenn sich größere Menschenmassen in den Verkehr stürzen. Btw, in Thailand herrscht Linksverkehr. Das muss man auch erst mal auf dem Schirm haben.

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Trinken

Generell bin ich eine große Verfechterin des regelmäßigen Wassergenusses und vor allem, wenn den ganzen Tag die pralle Sonne auf euren Kopf knallt, muss der Körper gut mit Feuchtigkeit versorgt werden – außen und innen. Ich hatte immer eine 1,5L Flasche auf dem Arm – das sah aus als würde ich ein Baby mit mir herum tragen. In meine Bauchtasche passt die Flasche schließlich nicht und auf einen Rucksack habe ich nicht immer Bock – außerdem neige ich dann dazu alles einzupacken, was mir unter die Finger kommt.

Dating-Time

Wie bereits gesagt, reise ich zum ersten Mal alleine und nehme mir Zuhause selten eine Auszeit für Me-Time. Ich bin fast immer unter Leuten, was toll ist, aber meine Reise möchte ich hauptsächlich mit mir verbringen, um wieder entspannt nach Berlin zu kehren. Es ist toll alleine durch die Stadt zu gehen. Ihr wisst gar nicht wie schön es für mich ist so schnell oder so langsam laufen zu können, wie ich möchte. Alleine seid ihr komplett unabhängig und könnt die Stadt besser genießen. Musik an und los. Ein wunderbares Gefühl. Nach meinem Lunch mit mir selbst, hab ich mich noch auf einen so heftig krass überteuerten Nachtisch eingeladen: Pancakes mit Matcha Eis. Aber auch der Hot Lava Cake bei Mango ist der Hammer.

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Internet

Holy Internet. Wie geil ist es bitte im Urlaub überall Internet zu haben, so richtig mit Sim Karte und auf Google Maps schauen können, wo man sich gerade verlaufen hat. Jaja, ich weiß, alter Hut und so, aber ich feiere das Internet auf ein Neues. Ich habe mich für den Anbieter AIS entschieden, weil ich darüber schon viel Positives gelesen hatte Es gibt natürlich verschiedene Tarife. Für 3GB im Monat zahlt ihr 399 Baht. Mit 7% Steuer und 50Baht für die Sim-Karte waren es 480Baht, ca. 13 Euro. Bisher bin ich super zufrieden mit meiner Wahl. In Berlin nutze ich zum Vergleich weniger als 1GB im Monat unterwegs und Zuhause natürlich WLAN. Aber ich habe gehört, dass man sich auf ein schnelles WLAN im Hostel nicht immer verlassen kann.

Auf Märkten herumstreunen

Mein Minimalismus-Mantra „Zu viel Besitz engt mich ein“ habe ich mal kurz gebrochen. Herrje gibt es auf Bangkoks Märkten tolle Dinge. Besonders angetan hat es mir der Chatuchak Weekend Market, auf dem es unzählige Stände gibt. Natürlich ist da auch ziemlich viel Crap dabei, aber hin und wieder trifft man auf richtig schöne Stände Thailands Jungdesigner. Auch Liebhaber von Beauty und Vintage sind dort gut aufgehoben, aber es gibt sowieso alles. Wahrscheinlich kommt dazu noch ein Bangkok-Haul. Natürlich gibt es auch einige Essenstände, aber mein Herz schlägt eher für Fruitshakes.

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DON’T

Roller fahren

Neben Uber, Skytrain, Taxen und Tuk Tuks gibt es da auch noch die Roller. Mega praktisch eigentlich, weil der Verkehr wirklich die komplette Katastrophe ist – muss man also mal ausprobieren, dachte ich. Über die App „Grab“ habe ich einen Roller bestellt, weil ich nur kurz zum Bahnhof wollte, um dort mein Ticket für den Nachtzug nach Surat Thani zu kaufen – man spart ja wo man kann. Nach gefühlten hundert Jahren in der Hitze am Straßenrand – die Fahrerin hatte sich bereits mehrmals verfahren, wie ich auf der App nur unschwer erkennen konnte – stand der Roller am Hintereingang des Hostels. Kein Problem, ich bin einfach schnell hingeflitzt. Sie überreichte mir einen vollgeschwitzten Helm – und ja, ich habe ihn die ganze Fahrt über getragen. Ihr habt keine Ahnung wie lang diese zwei Kilometer waren. Irgendwann habe selbst ich gecheckt, dass sie leider nicht mal weiß, wo der Bahnhof ist. Immer wieder hat sie Fahrer anderer Roller nach dem Weg gefragt. Zudem ist der Verkehr wie gesagt so dermaßen gruselig, dass ich dort hinten halb gestorben bin – vor allem, weil sie des Öfteren auf ihr Handy schauen musste…und ich hatte meine riesige Wasserflasche noch so halb auf meinen Beinen und generell ist es auch nicht so geil, an einer fremden, schwitzigen Person im Stadtverkehr von Bangkok zu kleben. Ja, das war meine Roller-Erfahrung. #thanksbutnothanks
Irgendwann hat sie mich am Bahnhof abgesetzt, sich entschuldigt und mir gestanden, dass es ihre erste Fahrt sei. Ich hoffe sehr für sie, sie kommt im Straßenverkehr nicht um. Ich bin dann wohl doch eher der langweilige Taxi-Typ.

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Respektlosigkeit

Ein Selfie mit Buddha oder im Strand-Outfit in den Tempel – Dinge, die nicht wirklich angebracht sind. Zieht die Schuhe aus, wenn’s dort steht, macht keine Fotos, wenns nicht erlaubt ist und ich finde es auch immer schön, wenigstens ein paar Wörter in Landessprache zu können. Die Thais freuen sich. Ich nehme an, dass aufgrund der einjährigen Trauerphase nach dem Tod des Königs derzeit viele Einheimische komplett in schwarz gekleidet sind. Da ich auch oft schwarz trage, habe ich mir eingebildet, dass alle anderen denken, ich sei besonders respektvoll.

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stehen bleiben

Augen nach vorne! Natürlich im Straßenverkehr, aber auch im Fußgängertrubel. Mir ist es schon öfter passiert, dass ich fast in eine Fremde Person gelaufen wäre, wenn ich unachtsam war. Das Problem dahinter, denen ist das anscheinend komplett egal. Platz machen? Nö, das ist nicht. Find ich eigentlich immer ziemlich scheiße. Ich achte auf Leute und gehe zur Seite, wenn sie gerade nicht checken, dass sie mich anrempeln würden. #safetyfirst

stressen lassen

Bangkok ist eine riesige Stadt mit 8,3 Millionen Einwohnern und eine Milliarde kleiner Gassen. Niemals, niemals, nie werde ich auch nur einen Bruchteil von dieser Stadt gesehen haben und wisst ihr was? Das ist echt ok für mich. Ich muss mir keine zehn Tempel am Tag anschauen, in jede Mall gehen oder Hostel-Hopping betreiben.

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sich verarschen lassen

Man ist immer reich, zumindest für die anderen. Auch in Tschechien wurde man so als Deutscher oft behandelt. In Thailand ist es nicht anders und ich mach den Einheimischen nicht mal einen Vorwurf, trotzdem Kinder: Lasst euch nicht verarschen. 10 Euro für zwei Kilometer zum Hauptbahnhof? #areyoukiddingme
In Bangkok konnte ich mich beim Handeln mit Taxi-Fahrern immer auf die App Grab beziehen, wenn gerade kein Fahrer in der Nähe gefunden werden konnte oder die Taxen ihr scheiß Taximeter nicht anschmeißen wollen. Auch auf Märkten lässt sich prima der Preis drücken – vor allem, wenn ihr in einer Gruppe unterwegs seid und euch beispielsweise massieren oder von Fischen anknabbern lassen wollt.

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1 Comment

  • Antworten Mai 9, 2017

    Vickie

    Hej Liebes, ich wusste gar nicht, dass du allein in Bangkok warst – mein Respekt dafür!!!
    Willst du nicht noch ein bisschen mehr darüber erzählen, also Kostenkram, wo pennen, wie unterwegs sein usw? Fände das voll spannend von dir(!) zu sehen äh lesen oder alternativ auch mal wieder bei 1 Getränk hören, hihi :)

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