Von Kopf bis Fuß auf Sommer eingestellt – wie man im Sommer selbst bei heißesten Temperaturen einen kühlen Kopf bewahrt

Haare: Unsere Haare haben es Sommer alles andere als leicht. Durch Salz- oder Chlorwasser und Sonne werden sie besonders strapaziert und die Haarfarbe hält durch diese Faktoren auch nicht besonders lang. Am besten beugt man vor, indem man kaputte Haarenden beim Friseur des Vertrauens oder mit der heimischen Haarschneideschere kürzt, damit Spliss nicht weiter einreißen kann. Und dann heißt es: pflegen, cremen, schützen. Die Haare sollten stets von Salz oder Chlor mit einem milden Feuchtigkeitsshampoo gereinigt, mit pflegender Spülung versorgt und mit einer schützenden Haarcreme oder einem leichten Haaröl in den trockensten Partien behandelt werden. Wer sich besondes der Sonne aussetzen möchte, packt am besten auch ein Haarprodukt mit UV-Filter ein, damit die Haare mit ausreichend Sonnenschutz versorgt sind. Auch die Kopfhaut darf nicht vergessen werden. Ein schöner Hut wirkt nicht nur besonders elegant, er schützt auch die Kopfhaut vom Rotwerden. Mit all diesen Methoden bleibt auch die frisch colourierte Haarfarbe bestehen und das Haar wird weniger von der Sonne ausgetrocknet. Finger weg von Aufellersprays. Das Bleichungsmittel dringt in das Haar ein, spalten es und so entstehen Schäden, die nicht mehr leicht zu beheben sind, selbst wenn die Sonne wieder weg ist. Und damit die Haare trotz Hitze schön geschmeidig und weich bleiben, wöchentlich eine größzügige Portion Feuchtigkeitsmaske nach dem Shampoonieren einwirken lassen.

Gesicht: Dass im Sommer die Gesichtshaut besonders mit Lichtschutzfilter geschützt werden muss, weiß eigentlich jedes Kind. Der Mythos, dass man nicht braun wird, wenn man Sonnencreme benutzt, ist falsch. Die Haut wird lediglich langsamer braun, was die Haut schont. Dermatologen sagen immer wieder, Sonnenbaden ohne Schutz ist das schlimmste Vergehen, was man seiner Haut antun kann. Im Sommerurlaub kann sogar ruhig zu LSF 50 gegriffen werden, denn die Sonne auf niedrigeren Breitengraden wird von den deutschen Urlaubern oft unterschätzt. Der Tag sollte also unbedingt mit einer Tagescreme beginnen, die bereits einen hohen Lichtschutzfaktor beinhaltet. Da sich durch Wasser und Schweiß selbst wasserfester Schutz verringert, sollte im Laufe des Tages nachgecremt werden. Abends kann die sonnenstrapazierte Haut fünf Minuten mit einem Feuchtigkeitsöl oder -Serum massiert werden. Das hört sich zwar aufwendig an, lohnt sich aber, damit die Inhaltsstoffe besser von der Haut aufgenommen werden und sich so die Struktur verbessert. Eine strahlende Haut ist schließlich die beste Foundation.

Duft: Unsere schweren Düfte werden jetzt dunkel und trocken gelagert, denn im Sommer bedarf es leichte Varianten wie pflegende Duftsprays, die man für den ganzen Körper benutzen kann. Zwar hält der Geruch aufgrund geringerem Parfümölanteil wesentlich kürzer, dafür eignen sich diese Produkte besser für die Haut, wenn diese stärker den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist. Meistens bringt die Marke des Lieblingsdufts auch eine leichtere, limitierte Sommeredition heraus, damit man auf den Signatureduft nicht verzichten muss. Die leichten Sommerparfüms erfrischen nicht nur die Haut, sondern können auch dezent ins Haar gesprüht werden. Dort hält sich ein Duft nämlich am längsten.

Make-up: Dieser Trend kommt genau richtig – der No-Make-up-Trend ist jetzt total angesagt und lässt mehr Zeit für Spaß in der Sonne. Natürlichkeit ist in. Wer sich ohne Make-up-Schicht in die Sonne traut, wird belohnt, denn mit Foundation und Co. kann die Bräune fleckig werden. Zudem können die Poren leichter verstopfen, die durch die Sonne angeregt werden, mehr Öl zu produzieren. Am besten morgens nur eine getönte Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor verwenden, wasserfesten Mascara auftragen – der hält auch den Sprung in den See stand – und für ein bisschen Farbe im Gesicht ist ein knalliger Orangeton auf den Lippen mit mattem Finish angesagt. Wer mit der Bräune etwas nachhelfen will, konturiert mit Bronzer, das lässt auch das Gesicht etwas schmaler aussehen. Wem das nicht genug ist, probiert diesen Sommer Ombre-Wimpern. Dazu einfach die Spitzen in coolem Blau, Lila oder Türkis färben oder einen farbigen Lidstrich mit bunten Eyeliner ziehen. Das lässt die Augen strahlen.

Nägel: Wenn das Make-up dezent ist, darf es auf den Nägeln knallen und funkeln. Diesen Sommer werden die Nägel klassisch in feurigem Rot lackiert oder bekommen einen tollen Glanz durch Effect Topper, die man über jeder Farbe verwenden kann und grobe sowie feine Glitzerpartikel im Lack enthalten. Auch auf den Nägeln kommt der Ombre-Trend besonders stylisch. Fünf Lieblingslacke einer Farbfamilie aussuchen und von hell nach dunkel auftragen. Ob von hellblau bis türkis, rosa bis pink oder in soften Pastell-Tönen – hier kann frau kreativ sein. Für eine lange Haltbarkeit erst pflegenden Unterlack auftragen, zwei Schichten Farbe und mit Überlack fixieren. Zwischen jedem Schritt bedarf es etwa fünf Minuten, damit alles gut trocknet und sich keine Bläschen bilden. Dafür lohnt sich aber das Ergebnis, was mit dieser Methode sicherlich eine Woche anhält.

Körper: Auch hier gilt cremen und schützen mit Lichtschutzfaktor. Innovative Sprays umhüllen den Körper in einen feinen Sprühnebel, trocknen und schützen sofort und hinterlassen ein trockenes, samftiges Hautgefühl. Hier ist ein Blick auf die Inhaltsstoffe zu empfehlen, denn Alkohol riecht nicht nur unangenehm beim Sprühen, er trocknet zusätzlich die Haut aus. Auch Sonnenschutzprodukte, die die hauteigenen Melaninproduktion aktivieren, stehen in den Regalen der Drogerie. Diese sorgen trotz Schutz für eine schnellere Bräune. Wer zudem regelmäßig Körperpeelings macht, bleibt sogar länger braun, da sich die komplette Bräune nicht nur auf der Oberfläche befindet. Ganz besonders wichtig ist Feuchtigkeit, nicht nur nach dem Sonnenbaden. Dabei ist es egal, ob man zu reichhaltigen Bodylotions oder kühlenden Après-Sun-Lotions greift. Hauptsache, die Haut wird nach den schädlichen, austrocknenden Sonnenstrahlen ausreichend gepflegt. Wenn es trotzdem zum Sonnenbrand kommt, kühlt die empfindliche Haut mit selbstgemachtem Gurkenjoghurt, der die Hautstellen beruht, kühlt und pflegt. Bis zur Heilung sollte man Sonne unbedingt vermeiden, viel eincremen und trotz Schatten immer einen ausreichenden Lichtschutzfaktor verwenden.

Enthaarung: Alle gängigen Enthaarungsmethoden für einen haarlosen Sommer, gibt es im Selbstversuch.

Füße: Nach dem Winterschlaf in festen Boots, brauchen die Füße jetzt eine besondere Portion Aufmerksamkeit. Ein Fußbad mit belebenden Ölen aus Zitronengras oder Minze weicht verhornte Stellen auf, die dann mit dem Bimsstein entfernt werden können. In der Nacht sollte die Haut mit einer reichhaltigen Fußcreme oder -Maske gepflegt werden. Dazu die Füßchen mit reichlich Lotion eincremen und leichte Baumwollsocken drüberziehen. Morgens wacht man dann schon mit vorzeigbaren Füßen auf. Bei heißen Temperaten erfrischen Sprays. Jetzt gibt es eine besonders vielfältige Auswahl mit Silber-Ionen oder pflegenden sowie antibakteriellen Inhaltsstoffen, die sogar Schutz vor Fußpilz bieten, der im Freibad so gerne auftritt. Bei den modischen Sandalen kommt es auch häufig zu Blasen. Das sieht nicht nur unschön aus, das kann auch richtig wehtun. Für den Notfall sollte man immer ein Blasenflaster dabei haben. Diese sind sogar transparent und wasserfest, und gehen somit auch nicht im Pool verloren. Meistens ist die Wunde nach drei bis vier Tagen verheilt und das Pflaster löst sich alleine von der Haut. Gel-Patches für die Schuhe bieten komfortableren Halt, wenn die Füße bei der Hitze schwitzen. Und silikonhaltige Blasen-Sticks lassen ungewünschte Druckstellen, oft verursaucht durch neue Schuhe, erst gar nicht entstehen. Und wenn die Füße trotz aller beherzigten Tipps mal schmerzen sollten, einfach mit kühlendem Metholspray erfrischen und in trendige Birkenstocks schlüpfen. Mit den angesagten Öko-Latschen entstehen erst keine Blasen an den Füßen.

Was man sonst noch beachten sollte: Gesunde Ernährung, Sport, Erholung und trinken, trinken, trinken heißt es vor allem im Sommer für eine vorzeigbare Bikinifigur und ein entspanntes Gemüt. Da es im Sommer aufgrund hoher Temperaturen schnell zu einem geschwächten Kreislauf kommen kann, sollte gut vorgesorgt werden, damit man auch in der Hitze fit ist. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Obst und Gemüse, dessen Vitamine auch Haut und Haar gut tun, sie erfrischen und machen satt. Schließlich fühlt man sich nach ungesundem Fast-Food und deftiger Hausmannskost immer so träge und ist nicht sonderlich motiviert, die Freunde beim Beach-Volleyball zu unterstützen. Schokolade sollte man durch leckere Smooties und selbstgemachtes Eis aus pürierten Früchten mit Minze oder Zitronengras ersetzen. Und zu guter letzt nicht das Trinken vergessen – zwei bis drei Liter Wasser, Tee, auch gerne mit Eiswürfeln, oder vedünnte Saftschorlen sind optimal, um den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Und weil wir bei dieser Hitze nicht genug von Wasser haben können – ab in den See, ins nächste Freibad oder gleich ins Meer.

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